Hinweis: Dies ist eine Beta-Version


Von der Vorbereitung zum Lauf – RispE startet im Zug voll durch

Aller guten Dinge sind drei: Das Team RispE nahm nach zwei fehlgeschlagenen Anläufen am Pitchevent, ein weiteres Mal erfolgreich daran teil und durfte somit in den Skydeck „Accelerator“. In diesem beschleunigenden Programm für innovative, digitale Geschäftsmodelle konnte sich das Team RispE hervorragend aufstellen. Die Ideengeber feilten zehn Wochen lang intensiv und ausdauernd an ihrer Idee. Vergangenen Monat dann das Highlight: Das neue System namens RispE kam bei einer Testfahrt endlich zum Einsatz – und das mit Erfolg.

RispE – erfasst, erleichtert und verbessert Service im Zug

Der originelle Prototyp RispE („Reisedaten-im-Sitzplatzbelegungssystem-in-Echtzeit“) erfasst während der Testfahrt relevante Daten der Zugreisenden und verschafft Zugbegleitern dadurch einen ausgezeichneten Überblick im Hinblick auf Sitzplatzbelegung, Reiseziel und Service. Das neu entwickelte System bietet während der Testfahrt von Berlin nach Hamburg vielerlei Vorteile und überzeugt sowohl Reisende als auch das Zugpersonal.

Mit Liebe zum digitalen Detail

Gewusst wie – das Zugpersonal wird zuvor über den genauen Gebrauch von RispE eingewiesen, um effiziente Arbeitsabläufe zu erzielen. RispE funktioniert über eine digitale Oberfläche, die auf einem Kontrollgerät die Wagenreihung und Sitzplätze anzeigt. Alle Sitzplätze sind grau, bis der Zugbegleiter bei der Fahrscheinkontrolle ein Ticket scannt und dieser Platz des Reisenden nun grün aufleuchtet. Somit wird in Echtzeit eine Auslastung der Züge rechtzeitig ermittelt.

Nicht nur Sitzplatzbelegungen, sondern auch jeweilige Fahrtrouten und mögliche Umstiege können dabei erfasst und gespeichert werden.

Fotos: DB AG / Finn David Kessler

Besonders die Zugreisenden erkennen die Vorteile während der Testfahrt, denn RispE zieht gekonnt Echtzeitdaten und dadurch kann das Zugpersonal wichtige Fragen zum weiteren Reiseablauf beantworten. Sobald sich ein Zug verspätet, der mehrere Fahrgäste betrifft, kann auf RispE erkannt werden, ob der Zug warten soll oder abfahren kann. Diese hilfreiche Erkenntnis vermeidet Entschädigungen und Taxi-Gutscheine.

Zeit ist ein knappes Gut – auch hierbei ist RispE ein hilfreiches Tool

Bei einem Schichtwechsel verschafft ein schneller Blick auf das Kontrollgerät einen klaren Überblick über zugestiegene und bereits kontrollierte Reisende. Die ersparte Zeit kann für einen schnelleren Service genutzt werden: Jetzt kann Kaffee beim Zugbegleiter bestellt werden. Dieser gibt die Bestellung über RispE ein, das wiederum den Wunsch an die Bordküche weiterleitet, bis das Servicepersonal den Kaffee an den gespeicherten Sitzplatz serviert.

Mit RispE in die Zukunft

Fotos: DB AG / Finn David Kessler

Nach der ereignisreichen Testfahrt ist das Feedback von Zugpersonal und Zugreisenden ausnahmslos positiv. Die intensive Auseinandersetzung mit RispE in einer tatsächlichen Alltagssituation des Zugbetriebs hat zu vielen Anregungen geführt, die schnell umgesetzt werden sollen. Bestenfalls wird dann auch RispE umgesetzt, denn die Innovation überzeugt reihenweise. Sobald es soweit ist, soll das originelle System auf den MTx-Geräten der Zugbegleiter laufen und besonders schnell funktionieren, wenn alle Fahrscheine (beispielsweise mit einem QR-Code) digital erfassbar gemacht werden können.

Nicht nur die nötige Ausdauer, sondern vor allem auch die Bereitschaft Altes in Frage zu stellen, um den Kunden einen Mehrwert zu verschaffen – genau das ist die notwendige Basis für einen erfolgreichen Start im Skydeck und einer vielversprechenden Weiterentwicklung in der DB Systel – und genau das hat das Team um RispE verstanden.

 

 

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